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Ambulante Pflege

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Ambulant zu pflegen, bedeutet zu Hause zu pflegen. Deshalb wird die ambulante Pflege umgangssprachlich als „häusliche Pflege“ bezeichnet. Ob dabei die Pflege durch Angehörige, einen ambulanten Pflegedienst oder eine Mischung beider Varianten erfolgt, ist nicht relevant. Auch, ob die pflegebedürftige Person noch in ihrer „alten“ Wohnung wohnt, oder in eine altengerechte, barrierefreie (oft kleinere Wohnung) umgezogen ist, spielt bei der Definition keine Rolle.

In der Regel wird bei der ambulanten Pflege Pflegegeld gezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad. Auf dieses Geld haben die ehrenamtlich pflegenden Angehörigen Anspruch. Neben dem Pflegegeld für Angehörige zahlt die Pflegekasse auch Pflegesachleistungen. Durch Pflegesachleistungen können z.B. ambulante Pflegedienstleister bezahlt werden. Diese rechnen ihre Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab. Eine Mischform von Pflegegeld und Pflegesachleistungen (Kombinationsleistung) ist ebenfalls möglich, wenn ein Teil der Pflege durch ambulante Dienstleister und der andere Teil durch Angehörige geleistet wird.

Auch die häusliche 24-Stunden Pflege zählt zur ambulanten Pflege. In diesem Wohnkonzept zieht eine Pflegekraft dauerhaft in die Wohnung oder das Haus der pflegebedürftigen Person ein, um diese rund um die Uhr zu versorgen. Der große Vorteil: Die auf Pflege angewiesene Person bleibt in ihrem gewohnten Umfeld und Angehörige können beruhigt schlafen. Beliebt sind Pflegekräfte aus Osteuropa wie beispielsweise Polen.

Die ambulante Pflege bildet das Gegenstück zur stationären Pflege. Bei der vollstationären Pflege leben die Pflegebedürftigen nicht zu Hause, sondern in einer Einrichtung wie z.B. einem Altersheim oder einer Seniorenresidenz. Bei der teilstationären Pflege wiederum werden die Senioren lediglich für kurze Zeit – etwa für Tagespflege oder Verhinderungspflege, aber auch für tagesstrukturierende Maßnahmen – in stationäre Einrichtungen gebracht. Die restliche Zeit wird ambulant gepflegt.


Ambulante Pflege: Zielgruppe, Varianten und Alternativen

Ambulante Pflege ist die häufigste Pflegeform in Deutschland. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass rund 70% aller pflegebedürftigen Personen ambulant gepflegt werden. Stationär gepflegt werden demnach in Deutschland nur etwa 30% der pflegebedürftigen Personen.

Eine Zielgruppe für ambulante Pflege zu nennen ist schwierig, denn prinzipiell können alle pflegebedürftigen Menschen ambulant gepflegt werden. Sogar bei Demenz oder anderen Krankheiten und Behinderungen ist oft eine ambulante Pflege möglich. Natürlich steigt auch der Mehraufwand für Angehörige bei steigender Pflegebedürftigkeit. Wie viel Zeit die private ambulante Pflege letzten Endes in Anspruch nimmt, wird von vielen Faktoren beeinflusst und variiert von Fall zu Fall.

Oft ist es nicht leicht, eine klare Trennung zwischen einfacher Hilfe im Alltag (Rasenmähen, Schneeschippen und Wäsche aufhängen) und ambulanter Pflege (Hilfe beim Essen, An- und Ausziehen, Waschhilfe) zu definieren. Oft helfen die Angehörigen zu Beginn gerne und sehen den Mehraufwand nicht als Pflege. Nach einigen Jahren und mit steigender Pflegebedürftigkeit kann eine private ambulante Pflege jedoch zu einer tagesfüllenden und anstrengenden Aufgabe werden.

Um Angehörige zu entlasten, sollten deshalb auch Pflegedienstleister hinzugebucht werden. Diese werden in der Regel von der Pflegekasse als Pflegesachleistungen übernommen. So entstehen nicht selten Kombinationsvarianten aus privater ambulanter Pflege und Pflegedienstleistern. Zudem besteht die Möglichkeit einer 24-Stunden Pflege. Bei dieser Variante zieht eine Pflegekraft in der Wohnung der zu pflegenden Person ein, um diese Tag und Nacht zu versorgen. Diese Dienstleistung wird jedoch nicht von der Pflegekasse als Pflegesachleistung unterstützt und muss vom Pflegegeld plus einer privaten Zuzahlung finanziert werden. Gängige Angebote beginnen bei ca. 50€ am Tag und können mit höherer Ausbildung und besseren Sprachkenntnissen der Pflegekraft deutlich steigen.

Eine Alternative zur ambulanten Pflege zu Hause ist der Wechsel in eine teilstationäre oder vollstationäre Einrichtung. Zu diesen zählen unter anderen Altersheime, Einrichtungen des betreuten Wohnens und des Service-Wohnens, sowie Senioren-WGs, Mehrgenerationenhäuser und Seniorenresidenzen/Seniorenstifte.

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