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Reha und Kur
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Zwei Hände halten ein Herz

Reha und Kur für Pflegende Angehörige

Viele Angehörige von kranken Menschen oder Personen mit anderen Einschränkungen opfern ihre Freizeit, um die Pflege ihres Verwandten oder Bekannten zu übernehmen. Das kann schnell zu Überlastung führen und schwerwiegende Folgen in Form von Depressionen, Erschöpfung, Schlafstörungen und körperlichen Schmerzen haben. Pflegende Angehörige riskieren hierbei nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen. Denn bei mangelnder geistiger und körperlicher Gesundheit kann die Effektivität pflegerischer Maßnahmen langfristig nicht gewährleistet werden


Zur Regeneration kann dem pflegenden Angehörigen eine Kur oder eine Reha helfen. Diese ist vor allem dann notwendig, wenn etwa eine einfache medizinische Behandlung mit Arzneimitteln nicht zur Wiederherstellung der Gesundheit ausreicht.

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Stationär und ambulant

Reha für pflegende Angehörige: Stationär oder ambulant?

Krankenhaus von vorne

Stationäre Reha

Bei der stationären Reha wird in einer Rehabilitationseinrichtung auf die Wiederherstellung der Gesundheit abgezielt. Diese Art der Reha ist deshalb besonders für körperlich stark eingeschränkte Patienten geeignet, die rund um die Uhr versorgt werden müssen. Sie dauert in der Regel ca. drei Wochen und die Kosten, mit denen der Patient selbst aufkommen muss, betragen im Normalfall zehn Euro pro Tag.


Ambulante Reha

Die ambulante Reha stellt für pflegende Angehörige häufig eine sinnvolle Alternative zur stationären Reha dar. Anders als bei der stationären Reha können Patienten in der ambulanten Reha freie Stunden, Wochenenden und Nächte im eigenen Zuhause verbringen. Hierbei folgen Patienten einem Plan, der therapeutische Maßnahmen vorsieht. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise die Krankengymnastik, Elektrotherapie und psychologische Beratung. Die ambulante Rehabilitation ist leider nicht möglich, wenn der Patient nicht dazu fähig ist, den Weg vom eigenen Zuhause zur Klinik zurückzulegen. Auch bei starken gesundheitlichen Beschwerden, bei denen sehr häufig medizinische Versorgung benötigt wird, ist die ambulante Reha nicht möglich. Da die körperlichen Beschwerden von pflegenden Angehörigen jedoch in der Regel nicht besonders stark ausgeprägt sind, eignet sich für sie eine nicht ortsgebundene Reha oft sehr wohl. Auch die ambulante Reha wird in der Regel ca. 3 Wochen lang ausgeführt und kostet den Patienten 10 Euro seines eigenen Geldes pro Tag.


Vielen ist nicht bekannt, dass Angehörige gesetzlichen Anspruch auf eine stationäre Reha haben, denn bis zum 31.12.2018 wurde erst dann eine Reha genehmigt, wenn alle ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft wurden. Seit dem 01.01.2019 können pflegende Angehörige jedoch stets eine stationäre Reha in Anspruch nehmen, selbst wenn eine ambulante Versorgung medizinisch gesehen genügen würde. Hierbei ist es auch möglich, den pflegebedürftigen Angehörigen auf derselben Station betreuen zu lassen.


Kuren

Kuren für pflegende Angehörige

Frau mit Gurke auf Augen

Eine Kur ist generell dann möglich, wenn alle therapeutischen und medizinischen Angebote, beispielsweise eine ärztliche Behandlung, Therapien und Heilmittel vor Ort ausgeschöpft wurden. Als pflegender Angehöriger können Sie entweder eine reguläre ambulante Vorsorgekur oder eine Kompaktkur machen. Bei der Kompaktkur handelt es sich um eine spezielle Form der ambulanten Kur.


Die ambulante Kur kommt bei leichteren gesundheitlichen Störungen zum Einsatz. Hierbei wählt der pflegende Angehörige einen Kurort frei aus. Generell dauert die ambulante Kur drei Wochen, kann aber verlängert werden, falls eine Verlängerung gesundheitlich nötig ist. Zu den Leistungen der ambulanten Kur gehören unter anderem ärztliche Hilfe und therapeutische Maßnahmen in Form von Bädern oder Massagen. Auch beweglichkeitsfördernde und entspannende Übungsangebote können in Anspruch genommen werden. Als spezielle Form der ambulanten Kur kommt für pflegende Angehörige auch eine Kompaktkur in Frage. Anders als bei der regulären ambulanten Kur werden Kompaktkuren in Gruppen von bis zu 15 Patienten durchgeführt, die von einem Gruppenleiter beaufsichtigt und geleitet werden. Durch die in Gruppen gehaltene Struktur soll das Selbstvertrauen und Wohlbefinden jedes Einzelnen gestärkt werden. Außerdem wird häufig beobachtet, dass Patienten besser mit ihren Krankheiten umgehen können, wenn sie sich mit anderen Patienten austauschen können. Die Kompaktkur ist stets auf die Beschwerden der individuellen Person ausgerichtet und enthält unter anderem ernährungs-, bewegungs-, entspannungs- und verhaltenstherapeutische Maßnahmen.


Urlaubsangebote

Urlaubsangebote für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige

Paar auf Insel

Falls Sie zwar kaum gesundheitliche Beschwerden haben, sich aber trotzdem von der Pflege erholen möchten, kommt für Sie ein Urlaub in Frage. Ein Urlaub für pflegende Angehörige wird sogar empfohlen, denn diese haben gesetzlichen Anspruch auf bis zu 6 Wochen Urlaub pro Jahr, vorausgesetzt es liegt mindestens der Pflegegrad 2 vor. Wenn ein pflegender Angehöriger Pflegegeld bezieht, wird dieses während des Urlaubs weiterhin bezahlt. Diese Zahlungen werden als „Verhinderungspflege“ bezeichnet. Der Urlaub kann sowohl allein als auch mit der zu pflegenden Person unternommen werden. Falls Sie mit dem Pflegebedürftigen gemeinsam verreisen möchten, können Sie ihren Urlaub in einem Pflegehotel verbringen. Ziel von Pflegehotels ist es, dem pflegenden Angehörigen eine Pause zu ermöglichen, während der Pflegebedürftige im selben Hotel versorgt wird. Ähnliche Leistungen werden auch von Kreuzfahrtanbietern angeboten.


Beantragung

Beantragung einer Reha oder Kur

Mann mit Stuetzen unter dem Arm

Die Kosten einer Reha oder Kur für Angehörige werden meist fast komplett von der Krankenkasse oder von der Rentenversicherung bezahlt, wenn die Reha oder Kur medizinisch notwendig ist und durch einen Arzt begründet wurde. Eigene Zuzahlungen werden in Höhe von 10€ pro Tag geleistet. Sie müssen zur Beantragung der Kostenübernahme das Antragsformular zusammen mit Ihrem Arzt ausfüllen und dieses bei Ihrer Krankenkasse einreichen. In diesem Formular muss klar gestellt werden, dass alle Möglichkeiten zur Besserung oder Sicherung der Gesundheit vor Ort bereits ausgeschöpft wurden. Beim Antrag für eine Kur stellt die Krankenkasse Ihnen nun eine Auswahl an möglichen Kurkliniken zu Verfügung. Manche Kurkliniken ermöglichen es Ihnen, Ihren pflegebedürftigen Angehörigen zur Kur mitzunehmen. Allerdings wird häufig dazu geraten, dass Pflegende die Zeit ihrer Kur ohne den Angehörigen verbringen, damit eine Regenerierung und eine Ablenkung von der pflegerischen Arbeit ermöglicht werden kann.

Auch für die Kostenübernahme einer Reha ist eine medizinische Notwendigkeit erforderlich. Darüber hinaus gibt es allerdings einige weitere Voraussetzungen für die Kostenübernahme:


•    der Patient ist dazu in der Lage, die Reha durchzuführen

•    die Ziele der Reha können in einem realistischen Zeitrahmen erreicht werden

•    die Prognose der Reha ist positiv


Für die Kosten einer Reha kommen verschiedene Träger in Frage. Falls der pflegende Angehörige berufstätig ist, kommt die Rentenversicherung in der Regel für die Kosten auf. Wenn der pflegende Angehörige nicht bzw. nicht mehr berufstätig ist, ist meist die Krankenkasse dafür zuständig. Falls die Rehabilitation aufgrund eines Unfalls benötigt wird, zahlt die Unfallversicherung. Als pflegender Angehöriger können Sie alle drei Jahre Anspruch auf eine ambulante Reha, beziehungsweise alle vier Jahre auf eine stationäre Reha erheben. Ausnahmen gelten für Personen, die an einer Krankheit leiden, für die häufiger als nur alle drei Jahre Rehabilitationsmaßnahmen benötigt werden.


Dokumente

Reha und Kur: Das Wichtigste auf einem Blick

Das Wichtigste auf einem Blick: Reha und Kur.pdf

FAQ

Die häufigsten Fragen zum Thema Reha und Kur:

Warum benötigen pflegende Angehörige eine Kur oder Reha?

Viele pflegende Angehörige lassen ihr eigenes Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu kurz kommen und überarbeiten sich so häufig. Nicht selten entstehen hierdurch belastende Folgen wie z.B. Depressionen, Erschöpfung und körperliche Schmerzen. Dadurch kann langfristig oft keine effektive Pflege gesichert werden, worunter letztlich auch die Gesundheit des Pflegebedürftigen leidet. Daher kann eine Kur oder Reha für Angehörige zur Regeneration notwendig sein.

Wie lange dauert eine Kur?

Sowohl Kuren als auch Rehas für pflegende Angehörige dauern in der Regel drei Wochen. Eine Verlängerung ist bei Nachweis medizinischer Notwendigkeit möglich.

Muss ich selbst für die Kosten meiner Kur oder Reha aufkommen?

Die Kosten einer Kur oder Reha werden in der Regel durch die Rentenversicherung (berufstätig) oder die Krankenkasse (nicht berufstätig) übernommen. Falls die Rehabilitation aufgrund eines Unfalls benötigt wird, kommt die Unfallversicherung für die Kosten auf.

Kann ich mich gemeinsam mit meinem pflegebedürftigen Angehörigen in einer Kur oder Reha erholen?

Falls Sie sich nicht ohne Ihren pflegebedürftigen Angehörigen erholen möchten, kommt für Sie ein Pflegehotel in Frage. Hier können Sie sich erholen, während Ihr Angehöriger im selben Hotel pflegerisch versorgt wird. Falls Sie eine stationäre Reha durchführen möchten, ist es möglich, Ihren Angehörigen auf derselben Station betreuen zu lassen.

Wie beantrage ich eine Reha oder Kur?

Damit die Kosten einer Reha oder Kur von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen werden, müssen Sie mit Ihrem Arzt ein Antragsformular ausfüllen und das Formular bei Ihrer Krankenkasse einreichen. In dem Formular muss verdeutlicht werden, dass bereits alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheit vor Ort ausgeschöpft wurden und eine Kur oder Reha daher notwendig ist. Falls Sie eine Reha beantragen, muss die Prognose der Reha positiv sein, die Ziele der Reha müssen in einem realistischen Zeitrahmen erreichbar sein und Sie müssen körperlich dazu in der Lage sein, die Reha durchzuführen. Falls diese Bedingungen nicht erfüllt sind, werden die Kosten der Reha nicht übernommen.




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