1ACare – Der schnelle Weg zu Pflege, Sanitätshaus, Hilfsmitteln

logo-1a-carelogo-1a-care

Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung

Vollmachten

Können Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln, muss diese Aufgabe an eine andere Person abgegeben werden – im Idealfall an eine Person, der Sie vollkommen vertrauen. Grundsätzlich kann jeder Mensch in eine Situation kommen, in der eine bevollmächtigte Person zum Treffen wichtiger Entscheidungen benötigt wird. Sei es durch einen Unfall oder eine plötzliche schwere Erkrankung. Wir helfen Ihnen, bei den verschiedenen Vollmachten und Verfügungen den Überblick zu behalten. Die wichtigsten Dokumente in diesem Bereich sind: Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung.

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie eine oder mehrere Personen dazu bevollmächtigen, für Sie Entscheidungen zu treffen. Auch Verträge, Bankgeschäfte etc. können von der bevollmächtigten Person abgeschlossen werden. Dabei ist es Ihnen überlassen, für welche Bereiche Sie die Vorsorgevollmacht aussprechen wollen. Der große Vorteil einer Vorsorgevollmacht ist nämlich, dass man bis ins kleinste Detail festlegen kann, welche Bereiche von dieser abgedeckt werden. Die Vorsorgevollmacht tritt nicht sofort in Kraft, sondern erst dann, wenn Sie die angegebenen Bereiche nicht mehr selbstständig erledigen können.

Betreuungsvollmacht

Bei der Betreuungsvollmacht schlagen Sie vor, wer bei Bedarf Ihre Betreuung übernimmt. Unter Betreuung versteht man im Allgemeinen die gesetzliche Vertretung einer Person. Die Hauptaufgaben als Betreuer umfassen dabei unter anderem die Verwaltung des Vermögens, die Regelung der Wohnsituation, Gesundheitsfürsorge und Aufenthaltsbestimmung sowie das Regeln des Schriftverkehrs. Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht, tritt die Betreuungsvollmacht nicht sofort in Kraft. Hier entscheidet erst das Betreuungsgericht darüber, wer letzten Endes die Betreuung übernimmt.

Patientenverfügung 

Eine Patientenverfügung ermöglicht es im Vorhinein festzulegen, welche Behandlungsweisen und Maßnahmen im Falle eines schweren Unfalls oder einer schweren Erkrankung getroffen werden sollen. Die Patientenverfügung ist insbesondere für den Fall vorgesehen, wenn die betroffene Person nicht mehr ansprechbar ist oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Auch über das Abschalten von lebenserhaltenden Maßnahmen kann in einer Patientenverfügung entschieden werden. Die Angaben sind für alle Beteiligten verpflichtend und schützt Sie davor, dass Ihr Betreuer oder eine andere bevollmächtigte Person Maßnahmen oder Behandlungsweisen gegen Ihren Willen beschließt.


Zielgruppen und Varianten von Vollmachten und Verfügungen

Generell ist es für Jeden sinnvoll vorzusorgen. Vorsorgevollmachten, Betreuungsvollmachten und Patientenverfügungen sind nicht nur in der Altenpflege wichtig. Jedoch sind Senioren nach wie vor die Hauptzielgruppe, denn bei ihnen herrscht ein erhöhtes Risiko für Demenz, Schlaganfälle und ähnliche Erkrankungen. Aus diesem Grund sollte man nicht warten, bis es zu spät ist, sondern rechtzeitig eine Verfügung oder Vollmacht aussprechen. Das kommt insbesondere Ihnen selbst zu Gute, denn nur so können Sie sicher sein, dass keine Entscheidungen gegen Ihren Willen getroffen werden.

Die drei häufigsten Varianten sind die bereits genannten Vorsorgevollmachten, Betreuungsvollmachten und Patientenverfügungen. Obwohl meist eine Vorsorgevollmacht ausreicht, um die wichtigsten Bereiche abzusichern, ist die sicherste Lösung eine Kombination aus mehreren Dokumenten. So ist etwa die Kombination aus Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sinnvoll. Betreuungsvollmachten sind zudem nötig, wenn „ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen (kann.“ (BGB §1896). Somit sind insbesondere Betreuungsvollmachten nicht nur für Senioren relevant, sondern kommen auch in der Jugendhilfe, der Behindertenbetreuung oder anderen sozialen und pädagogischen Berufsfeldern häufig zum Einsatz.

Wir nutzen Cookies, um Ihnen ein besseres Benutzererlebnis zu ermöglichen. Mit der Nutzung von 1ACare stimmen Sie auch der Nutzung von Cookies und anderen Technologien zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu. Wenn Sie widersprechen möchten, klicken Sie bitte hier. Nähere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.