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Bandscheibenvorfall

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Bei Rückenschmerzen fällt der Verdacht nicht selten auf einen Bandscheibenvorfall. Tatsächlich bekommen etwa 1-5% aller Menschen in ihrem Leben Kreuzschmerzen, die von einem Bandscheibenvorfall ausgelöst werden. Ab der Altersgruppe 30+ nimmt das Risiko stark zu, zudem sind Bandscheibenprobleme bei Männern doppelt so häufig wie bei Frauen. ()

Die Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbelkörpern der Rückenwirbel in der Wirbelsäule. Sie bestehen aus einer Hülle (Knorpelfaser) und einem Kern (Gallertkern) und ihre Aufgabe ist es, als Stoßdämpfer für die Wirbelsäule zu fungieren. Die Bandscheibe federt Druck ab und unterstützt die Wirbelsäule, um Flexibilität zu gewährleisten. Tritt die Bandscheibe zwischen den Wirbeln hervor, wird in der Medizin von einem Vorfall gesprochen. Bei Bandscheibenvorfällen ist es wichtig zu bemerken, dass nicht jeder Vorfall mit Schmerzen verbunden ist (Quelle). Der Schmerz entsteht erst, wenn die vorgewölbte Bandscheibe auf die Nervenenden drückt.


Symptome und Varianten von Bandscheibenvorfällen

Die Bandscheiben haben keine eigene Blutversorgung, weshalb sie Blut durch stetigen Wechsel von Belastung und Entlastung aufsaugen. Dabei kann es vorkommen, dass die Bandscheibe nicht ausreichend versorgt wird und der wässrige Kern austrocknet. Er wird härter und die Hülle verliert an Elastizität. Dies führt dazu, dass die Faserhülle schneller Verschleißerscheinungen aufweist, bzw. sie degeneriert. Wenn der Kern nun gegen die degenerierten Stellen der Hülle drückt, kann es passieren, dass die Bandscheibe nach außen aufwölbt und Bandscheibengewebe austritt. Wenn die Bandscheibe nach außen gewölbt ist, spricht man von einer Bandscheibenprotrusion. Wenn der Kern die Hülle komplett durchbricht, bezeichnet man dies als Diskushernie. Dabei wird zudem noch unterschieden, ob das Gewebe weiterhin Verbindung zur Wirbelsäule aufweist. Ist dies der Fall, spricht man in der Medizin von einer Extrusion. Sollte die Bandscheibe keine direkte Verbindung zu Wirbelsäule mehr haben, wird von einem sequestrierten Bandscheibenvorfall gesprochen. Der Schmerz entsteht dabei dadurch, dass das Bandscheibengewebe auf die Nervenenden drückt. Die Einteilung der Bandscheibenvorfälle sagt dabei wenig über die Beschwerden und die Schwere des Bandscheibenvorfalles aus, sie ist jedoch für die weitere Behandlung von Bedeutung.

Bandscheibenvorfälle verlaufen sehr unterschiedlich. Der Schmerz kann plötzlich einsetzen und schnell wieder verschwinden oder periodisch auftreten. Da die Lendenwirbelsäule höhere Belastungen trägt, als die Hals- und Brustwirbelsäule, treten 90% der Bandscheibenvorfälle in den Lendenwirbeln auf (Quelle). Bei einem Bandscheibenvorfall im Lendenbereich kommt es häufig vor, dass das ausgetretene Bandscheibengewebe auf den Ischiasnerv drückt. Dies kann dazu führen, dass der Schmerz in die Beine, sogar bis in die Füße ausstrahlt. Wenn der Bandscheibenvorfall im Halsbereich auftritt, können die Schmerzen in die Arme und Hände ausstrahlen. Des Weiteren können Bandscheibenvorfälle zu Gefühlsstörungen und Lähmungserscheinungen führen, dies ist jedoch eher selten und spricht dafür, dass es möglicherweise zu einem Nervenschaden gekommen ist. Außerdem führt ein Bandscheibenvorfall in der Regel zu einer Bewegungseinschränkung.

Sind durch den Bandscheibenvorfall auch Blasen- und Darmfunktion gestört, wird von einem „Kaudasyndrom“ gesprochen. Dies ist ein medizinischer Notfall und es wird die sofortige Behandlung empfohlen.

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