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Rheuma
Rheuma
Hand, die schmerzt.

Rheuma (Arthrose) - Symptome und Behandlung

Etwa 25 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an einer rheumatischen oder auch muskuloskelettalen Erkrankung. Rheuma gilt als Oberbegriff für mehr als 200 verschiedene Krankheitsbilder. Diese äußern sich meist in Form von chronischen Beschwerden am gesamten Stütz- und Bewegungsapparat. Am häufigsten betroffen sind dabei Gelenke, Muskeln, Sehnen, Knochen und vereinzelt auch die inneren Organe wie Nieren, Herz und Lunge. Betroffene leiden häufig an Bewegungseinschränkungen und durch chronische Entzündungen hervorgerufen, wie etwa bei der rheumatoiden Arthritis, an schweren Erschöpfungszuständen, welche die Alltagsbewältigung erheblich beeinträchtigen kann. Zwar spielt die genetische Veranlagung bei der Ursachenfindung eine bedeutende Rolle, jedoch können genauso Infektionserkrankungen, Rauchen, Stress oder lediglich altersbedingter Verschleiß als Auslöser benannt werden.

Rheuma betrifft auch junge Menschen. In Deutschland leiden ca. 17 Millionen Erwachsene und 20.000 Kinder an einer rheumatischen Erkrankung, während jährlich etwa 1.500 Kinder neu erkranken. Dadurch, dass Rheuma als nicht heilbar gilt, werden die Betroffenen für gewöhnlich ihr Leben lang von der Krankheit begleitet. Dennoch muss eine vollständige Einschränkung der Lebensqualität nicht zwingendermaßen in Kauf genommen werden. Dank moderner medizinischer Verfahren sind Ärzte heute in der Lage, die Schmerzen der Patienten zu lindern, die Zerstörung der Gelenke aufzuhalten und somit bleibende Schäden auszuschließen. Am erfolgversprechendsten werden hierbei medikamentöse und physikalische Therapien (Bewegungs-, Ergo- und Physiotherapie) angesehen.

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Symptome und Varianten

Rheumatoide Arthritis und weitere rheumatische Erkrankungen

Grundsätzlich werden rheumatische Erkrankungen in vier Hauptgruppen unterteilt.


1. Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Aufgrund einer Überreaktion des Immunsystems kommt es oftmals zu einer Entzündung von mehreren Gelenken und Organen. Häufige Formen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind:

  • Rheumatoide Arthritis (Entzündungen der Fingergrund- und mittelgelenke sowie Hand- und Zehengrundgelenke)

  • Kollagenose (Bindegewebserkrankung, die prinzipiell jedes Organ befallen kann)

  • Vaskulitis (Entzündung der Gefäße)

Das Auftreten der oben aufgeführten Autoimmunerkrankungen kann zu einem großen Teil durch die erbliche Veranlagung erklärt werden. Als weitere Risikofaktoren gelten Infektionserkrankungen durch Bakterien und Viren (z.B. Staphylokokken, Hepatitis-Virus etc.), wenig sportliche Betätigung oder Übergewicht.


2. Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

Altersbedingt kann es zu Schädigungen am Gelenkknorpel kommen. Aber auch Knochenbrüche, eine Fehlstellung im Skelet oder etwa zu große Belastungen der Gelenke können zu degenerativen Erkrankungen führen.

Die häufigste Gelenkerkrankung weltweit ist die Arthrose.


3. Chronische Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates

Diese Form der rheumatischen Erkrankung bezeichnet jegliche Beschwerden, deren Ursache die Überbelastung von Muskeln, Sehnen und anderen Weichteilgeweben ist. Bekannte Beispiele sind:

  • Rückenschmerzen durch schiefes Sitzen,

  • der Tennisarm,

  • das Karpaltunnelsyndrom oder

  • Fibromyalgie (Muskelschmerzen am gesamten Körper mit einhergehenden Schlafstörungen und zunehmender Erschöpfung)

4. Rheumatische Beschwerden infolge anderer Erkrankungen

Osteoporose (Knochenschwund) tritt zum Beispiel auf, wenn im Körper Abbauprozesse stattfinden, wodurch der Rückgang von Knochenmasse begünstigt wird.

Gicht (Urikopathie) wird wiederum hervorgerufen durch eine Störung des Harnsäure- oder Porinstoffwechsels, verläuft für gewöhnlich in Schüben und führt unbehandelt nicht selten zu Gelenkentzündungen und sogar Nierenschäden.

Pflege und Behandlung

Behandlung und Diagnose von Rheuma

So unterschiedlich und zahlreich die Formen von rheumatischen Erkrankungen sind, trifft dies auch auf die Diagnoseverfahren zu. Bei auffälligen oder einschränkenden Beschwerden sollte zunächst der Hausarzt aufgesucht werden. Besteht ein Verdacht auf Rheuma, machen Ärzte häufig Gebrauch von einer sogenannte Rheuma-Checkliste, bevor schließlich eine körperliche Untersuchung erfolgt. Besteht bereits eine erkennbare Tendenz, dass eine degenerative Veränderung der Gelenke oder eine entzündliche Krankheit vorliegt, haben sich labortechnische Untersuchungen (z.B. Rheumafaktor, ACPA, ANA, CrP, BSG) aber auch bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall, MRT, CT) zur Rheuma Diagnose als aufschlussreich erwiesen.

Ähnlich wie bei der Diagnostik rheumatischer Syndrome bietet sich den Patienten ebenso eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten. Da Rheuma jedoch bis heute als unheilbar gilt, kann größtenteils lediglich mit präventiven anstatt mit kurativen Maßnahmen behandelt werden, sodass Beschwerden möglichst verringert und eine Verschlechterung der Situation verhindert wird. Dank moderner Therapien können diese dennoch erfolgsversprechend sein.

Bei der medikamentösen Behandlung kommen häufig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glukokortikoide (Kortison) oder Analgetika (z.B. Paracetamol, Metamizol etc.) zum Einsatz. Ebenso wichtig für die Behandlung von Rheuma sind physikalische Therapien. Elektro-, Ultraschall-, und Inhalationstherapien sind neben Physio-, Ergo-, Bewegungs- oder Sporttherapien nur einige aus einer Fülle von Behandlungsoptionen, die sich dem Patienten bieten. Diese gilt es für ihn jedoch mit dem entsprechenden Facharzt oder Physiotherapeuten abzusprechen und zu bestimmen.

Besonderheiten

Rheuma bei Kindern und Jugendlichen

Rheumatische Erkrankungen weisen eine enorme Vielzahl an Ausprägungsformen auf und betreffen etwa 25 Prozent der deutschen Bevölkerung. Obwohl es sich um eine typische Alterskrankheit handelt, leiden immer häufiger auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an Rheuma.

Im Durchschnitt suchen Patienten erst 13 Monate nach erstmaligem Auftreten der Symptome einen Rheumatologen auf, sodass es häufig zu irreparablen Schädigungen der Gelenke kommt. Bei Morbus Bechterew, einer rheumatischen Krankheitsgruppe, bei der es sowohl zu Entzündungen der Kreuz-Darmbein-Gelenke und der gesamten Wirbelsäule als auch zu Entzündungen der Gelenke von Armen und Beinen kommen kann, dauert es durchschnittlich sogar acht bis zehn Jahre, bevor die Betroffenen bei einem Facharzt in Behandlung kommen.

Dokumente

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FAQ

Häufige Fragen zum Thema Rheuma

Ist Rheuma heilbar?

Rheuma gilt bis heute noch immer als nicht heilbar, kann jedoch durch einen Rheumatologen leicht erkannt und mit einer Vielzahl an Therapieverfahren gut behandelt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Rheuma?

Den Betroffenen bieten sich zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten. Von Pharmakotherapie mit beispielsweise entzündungshemmenden Arzneimitteln, über Bewegungs-, Sport- oder Physiotherapie bis hin zu Ernährungs- oder Lebensstilumstellungen gibt es einige Möglichkeiten eine rheumatische Erkrankung zu behandeln. In Einzelfällen kann auch eine Operation sinnvoll sein.

Was sind typische Symptome bei Rheuma?

Betroffene klagen meist über wiederkehrende, chronische Schmerzen an Gelenken sowie Gelenksteifigkeit, Erschöpfung und Schlafstörungen. Durch die zahllosen unterschiedlichen Krankheitsausprägungen können die Symptome allerdings stark variieren, sodass auch Entzündungen von Bindegeweben, Venen oder Arterien unter den Begriff des rheumatischen Krankheitsbildes fallen können.

Wann tritt Rheuma am häufigsten auf?

Der Krankheitsbeginn findet in der Regel zwischen 50 und 70 Jahren statt. Darüber hinaus sind Frauen dreimal häufiger betroffen als Männer. Außerdem erhöht Rauchen und Übergewicht ebenfalls das Risiko einer Rheumaerkrankung.

Ist Rheuma vererbbar?

Neben verschiedenen Umweltfaktoren spielen vor allem die Erbanlagen eine bedeutende Rolle. Tatsächlich berichten Rheumapatienten vermehrt von Familienmitgliedern mit ähnlichen Krankheitsbildern. So haben auch einige wissenschaftliche Studien zeigen können, dass die genetische Vorbelastung einen signifikanten Einfluss auf das Risiko ausübt, ebenfalls an Rheuma zu erkranken.

In welche Formen von Rheuma wird unterschieden?

Prinzipiell gibt es über 200 verschiedene Ausprägungen von Rheuma. Diese können jedoch in vier verschiedene Hauptgruppen unterteilt werden:1.Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (z.B. Arthritis, Kollagenose oder Vaskulitis)2.Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Arthrose)3.Chronische Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates (z.B. Karpaltunnelsyndrom oder Tennisarm)4.Rheumatische Beschwerden infolge anderer Erkrankungen (z.B. Osteoporose oder Gicht)


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