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Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Zusatzleistungen

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Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Zusatzleistungen sind Begriffe mit denen früher oder später jeder konfrontiert wird. Doch bevor man Anspruch auf diese Pflegeleistungen der Pflegekasse erhält, wird ein anerkannter Pflegegrad benötigt. Dieser muss erst bei der Pflegekasse beantragt und genehmigt werden. Wem bereits ein Pflegegrad durch die Pflegekasse zugewiesen wurde, der hat auch Anspruch auf Pflegeleistungen. Diesen Anspruch haben heute weitaus mehr Menschen als noch zu Zeiten der Pflegestufen, denn „mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wächst die Zahl der Versicherten, die Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben, da die Unterstützung deutlich früher ansetzt. In den Pflegegrad 1 werden erstmals Menschen eingestuft, die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen haben (…).“ (Quelle).

Grundsätzlich wird zwischen Geld- und Sachleistungen unterschieden. Diese werden meist als Pflegegeld oder Pflegesachleistungen erbracht. Das Pflegegeld wird nur an die ehrenamtlich pflegenden Angehörigen im Rahmen einer privaten ambulanten Pflege gezahlt, wohingegen mit den Pflegesachleistungen beispielsweise Dienstleister oder stationäre Einrichtungen bezahlt werden.

Zusatzleistungen wie wohnumfeldverbessernde Maßnahmen können bei vorhandenem Pflegegrad ebenfalls in Anspruch genommen werden. Die Leistungen zum alten- und behindertengerechten Umbau der eigenen vier Wänden wurden im Rahmen des Pflegestärkungsgesetztes stark angehoben. Wie das Bundesgesundheitsministerium bekannt gab, haben auch Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 vollen Anspruch. So können bis zu 4.000€ für den Bau eines Treppenlifts oder anderer Alltagshilfen in Anspruch genommen werden.

Doch nicht nur der Umbau des eigenen Zuhauses wird unterstützt. Zusatzleistungen gibt es viele. So zahlt die Pflegekasse beispielsweise bis zu 1.612€ pro Kalenderjahr für Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege. Auch Wohngruppen können von Zusatzleistungen profitieren. Die Pflegekasse zahlt bei Wohnprojekten (z.B. Senioren-WGs) eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000€. Zusätzlich erhalten Bewohnerinnen und Bewohner von Wohngruppen-Projekten, bei denen ambulant gepflegt wird, Zusatzleistungen in Form eines Wohnzuschlags von bis zu 214€ im Monat. Auch ein Entlastungsbetrag von bis zu 125€ wird bei einer vorhandenen Pflegestufe monatlich gezahlt. Dieser ist allerdings zweckgebunden und kann beispielsweise für Tagespflege oder Beratungsgespräche genutzt werden. Dieser Entlastungsbetrag wird mit dem Pflegegeld oder den Pflegesachleistungen nicht verrechnet, ist also eine unabhängige Zusatzleistung. Monatlich können außerdem bis zu 40€ für die Versorgung mit bestimmten Pflegehilfsmitteln eingeplant werden, denn auch diese Zusatzleistung wird von den Pflegekassen übernommen.


Zielgruppen und Varianten von Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Zusatzleistun

Ehrenamtlich pflegende Angehörige haben prinzipiell Anspruch auf Pflegegeld und sollten dieses auf jeden Fall bei der Pflegekasse beantragen. Besonders wenn die pflegebedürftige Person einen Pflegegrad von 2 oder höher hat, zahlt die Pflegekasse viel Geld für die private, ambulante Pflege.

Als Faustregel gilt: Muss einer Person im Alltag geholfen werden, weil sie diesen nicht mehr eigenständig bewältigen kann, dann ist eine Pflegebedürftigkeit vorhanden. Demnach wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Pflegegrad bewilligt. Wer ehrenamtlich pflegt, ohne sich Pflegegeld auszahlen zu lassen, verliert finanzielle Unterstützung.

Pflegesachleistungen hingegen werden nicht an die Angehörigen, sondern an Pflegedienstleister oder stationäre Einrichtungen gezahlt. Besonders bei der ambulanten Pflege ist es wichtig, Angehörige zu entlasten. Hierfür sind ambulante Pflegedienstleister ideal geeignet, da diese zahlreiche Alltagsaufgaben übernehmen, die sonst von Angehörigen erledigt werden müssten. So können etwa Dienstleister für Mahlzeiten, Grundpflege oder alltagsstrukturierende Maßnahmen hinzugebucht werden. Aber auch (teil)stationäre Einrichtungen für Tages- und Nachtpflege können durch die Pflegesachleistungen bezahlt werden. Das ermöglicht den Angehörigen mehr Freizeit und Flexibilität.

Achtung: Für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege werden jährlich jeweils bis zu 1.612€ zusätzlich zur Verfügung gestellt. So können für diesen Zeitraum zusätzliche Dienstleister hinzugebucht werden (Verhinderungspflege) oder stationäre Einrichtungen bezahlt werden (Kurzzeitpflege). Auch das Pflegegeld wird in diesem Zeitraum zu 50% weitergezahlt.

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