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Therapiegeräte
Gerät mit Elektroden und Kabeln

Geräte für Elektrostimulation

Als Therapie- und Stimulationsgeräte werden Geräte zur Elektrostimulation bezeichnet. Ihre Hauptaufgabe ist es, Nervenabschnitte und/oder Muskeln mit geringfügigen Stromschlägen zu reizen, um chronische Schmerzen zu behandeln oder Muskelaufbau nach einer Verletzung zu erzielen. Diese Behandlung wird meist in der Physiotherapie mittels Elektroden, die an den betroffenen Stellen angebracht werden, eingesetzt, um einen Behinderungsausgleich zu erzielen oder Arthrose vorzubeugen.


Da diese Therapie- und Stimulationsgeräte die Muskeln stärken und gezielt Muskeln aufbauen, werden sie auch bei der Behandlung von Inkontinenz, dessen Ursache meist eine schwache Beckenbodenmuskulatur ist, benutzt.

Ein weiterer Einsatzort dieser Geräte ist bei der Behandlung von Hauterkrankungen wie z.B. Handekzemen. Am häufigsten werden jedoch die sog. Leitungswasserionphrosegeräte beim übermäßigen Schwitzen, also bei primärer oder essentieller Hyperhidrose eingesetzt. Der große Unterschied gegenüber anderen Therapie- und Stimulationsgeräten ist, dass Leitungswasser ein elektrisches Kontaktmedium zwischen Körperteilen und Elektroden darstellt.

Autor: Prof. Dr. Martin Przewloka

Zuletzt bearbeitet am 5/6/2021 von: Jan Götz (Redakteur)

Inhaltsverzeichnis
  • Anschaffung und Beratung
  • Zielgruppen und Varianten
  • Anschaffung und Kosten
  • Besonderheiten und Zubehör
  • FAQ
Elektrostimulationsgerät Sortiment
TENS-Gerät Paingone Easy
Orbisana
ab 29,99 €
AbholungVersandZuhause-Service
Anschaffung und Beratung

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Zielgruppen und Varianten

Elektrostimulation als Behandlung

Zur Zielgruppe von Therapie- und Stimulationsgeräten zählen unterschiedliche Personengruppen, da diese Geräte für eine Vielzahl an Krankheiten und Therapien eingesetzt werden. Alle arbeiten jedoch nach dem gleichen Prinzip: Sie reizen Nervenabschnitte und/oder Muskeln mit geringfügigem symmetrisch (monophasisch) oder asymmetrisch (biphasisch) fließenden Strom. So führen sie je nach Anwendungsart entweder zur Schmerzlinderung oder zum Muskelaufbau.


Die häufigsten Anwendungsfelder dieser Geräte sind: Inkontinenztherapie, Physiotherapie nach einem Unfall, Vorbeugungstherapie von Arthrose und das Krafttraining. Des Weiteren werden sie bei der Behandlung von Hautkrankheiten verwendet. Diese Variante der Therapie- und Stimulationsgeräte, auch Leitungswasseriontophoresegerät genannt, unterscheidet sich jedoch von den anderen Varianten, da sie mithilfe des elektrischen Kontaktmediums Wasser die betroffenen Bereiche reizt. Zudem wird dieses Gerät auch für die Behandlung von primärer oder essentieller Hyperhidrose eingesetzt.

Anschaffung und Kosten

Kosten von Elektrostimulationsgeräten

Therapie- und Stimulationsgeräte gibt es in allen Preisklassen. Die günstigsten Geräte gib es ab 25€, während qualitativ hochwertige Produkte weitaus teurer sein können. Zubehör für Therapie- und Stimulationsgeräte - wie etwa Elektroden - sind bereits für ca. 5€ erhältlich. Da diese ebenfalls im Hilfsmittelverzeichnis aufgelistet sind, kann mit einem Rezept ein Zuschuss von der Krankenkasse beantragt werden.

Besonderheiten und Zubehör

Krafttraining mit Muskelstimulation

Therapie- und Stimulationsgeräte kommen seit einiger Zeit vermehrt beim Krafttraining zum Einsatz. Grund dafür ist, dass mithilfe der Stimulation große Erfolge beim Muskelaufbau erzielt werden können - auch ohne sich dabei bewegen zu müssen. Dennoch kann diese Art von Therapie Sport nicht ersetzten, da ohne Konditionstraining keine Kraftverbesserung erzielt werden kann. Idealerweise sollte man Elektrostimulation in Kombination mit Konditionstraining anwenden, um die neu gewonnene Kraft im Alltag erfolgreich einsetzen zu können.

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FAQ

Häufige Fragen zum Thema Therapie- und Stimulationsgeräten

Für wen sind Therapie- und Stimulationsgeräte geeignet?

Therapie- und Stimulationsgeräte umfassen unterschiedliche Zielgruppen, da sie für eine Vielzahl an Krankheiten und Therapien eingesetzt werden. So können diese etwa nach einem langen Krankenhausaufenthalt, der zu einer sehr geringen Bewegung der Muskeln geführt hat, zum Wiederaufbau dieser Muskelpartien eingesetzt werden. Andererseits werden Stimulationsgeräte aber auch im Sport oder bei einer Inkontinenztherapie eingesetzt.

Wie unterscheiden sich Therapie- und Stimulationsgeräte?

In der Regel funktionieren Therapie- und Stimulationsgeräte immer nach dem gleichen Prinzip: Sie reizen Nervenabschnitte und/oder Muskeln mit geringfügigem symmetrisch (monophasisch) oder asymmetrisch (biphasisch) fließenden Strom. So führen sie je nach Anwendungsart entweder zur Schmerzlinderung oder zum Muskelaufbau. Somit unterscheiden Sie sich nicht in ihrer Funktionsweise, sondern durch ihren Anwendungsgrund.

Bezahlt die Krankenkasse Therapie- und Stimulationsgeräte?

Ja, Therapie- und Stimulationsgeräte sind im Hilfsmittelkatalog aufgelistet und können somit – insofern ein Rezept vorliegt – von der Krankenkasse übernommen werden. Allerdings kommt es häufig vor, dass die Geräte im Rahmen einer Physiotherapie vor Ort benutzt und keine eigenen Geräte bewilligt werden. Das hat unter anderem den Grund, dass Therapie- und Stimulationsgeräte in vielen Fällen nur für einen kurzen Zeitraum (z.B. für den Wiederaufbau von Muskelpartien nach einem Unfall) benötigt werden.

Sind Therapie- und Stimulationsgeräte zum Muskelaufbau empfehlenswert?

Zwar gibt es immer mehr Sportler, die Stimulationsgeräte zum Muskelaufbau verwenden, jedoch ist es wichtig zu erwähnen, dass diese Art von Muskelaufbau den Sport nicht ersetzten kann, da ohne Konditionstraining keine Kraftverbesserung erzielt werden kann.


Prof. Dr. Martin Przewloka PortraitProf. Dr. Martin Przewloka
Über den Autor:

Prof. Dr. Martin Przewloka hat im eigenen familiären Umfeld umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Pflege gesammelt und teilt sein Wissen über verschiedene Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen. Durch seinen Universitätsabschluss in Medizinischer Physik (Universität Kaiserslautern) versteht er zudem die gesundheitlichen Hintergründe der unterschiedlichen Erkrankungen und kann sich in die Lage der Pflegebedürftigen hineinversetzen.