1. Start
  2. Wissen
  3. Altenpflege
  4. Ambulante Pflege
Ambulante Pflege
Krankenwagen

Ambulante Pflege - häusliche Krankenpflege und Altenpflege

Ambulant zu pflegen, bedeutet zu Hause zu pflegen. Deshalb wird die ambulante Pflege umgangssprachlich als „häusliche Pflege“ bezeichnet. Die Pflege kann durch Angehörige, einen ambulanten Pflegedienst oder gemischt erfolgen.  Ob die pflegebedürftige Person noch in ihrer „alten“ Wohnung wohnt, oder in eine barrierefreie (oft kleinere Wohnung) umgezogen ist, spielt keine Rolle.


In der Regel wird bei der ambulanten Pflege Pflegegeld von der gesetzlichen Pflegeversicherung gezahlt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist Teil der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Höhe des Pflegegelds richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad. Das Geld wird direkt an die Pflegebedürftigen ausgezahlt und im Normalfall an die pflegenden Angehörigen weitergegeben. Neben dem Pflegegeld zahlt die Pflegekasse auch Pflegesachleistungen. Durch Pflegesachleistungen können z.B. ambulante Pflegedienstleister bezahlt werden. Diese rechnen ihre Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab. Eine Mischform von Pflegegeld und Pflegesachleistungen (Kombinationsleistung) ist ebenfalls möglich, wenn ein Teil der Pflege durch ambulante Dienstleister und der andere Teil durch Angehörige geleistet wird.


Stundenweise Pflege und Betreuung:

Bei dieser Variante kommt eine ausgebildete Pflege- bzw. Betreuungskraft zu vereinbarten Zeitpunkten, um den Pflegebedürftigen zu versorgen und ihm Gesellschaft zu leisten. Durch die stundenweise Pflege und Betreuung werden Angehörige entlastet und können bedenkenlos ihren Tätigkeiten nachgehen, ohne dass der Pflegebedürftige allein gelassen wird. Ein ideales Konzept für berufstätige Angehörige, die in Teilzeit pflegen. Die Leistungen sind dabei vielfältig: Von der häuslichen Grundpflege bis hin zur Begleitung außerhalb des Hauses ist je nach Anbieter vieles möglich. Auch für Menschen mit Demenz gibt es im Regelfall ausgebildetes Personal. Betreuungsdienste mit voller Pflegekassenzulassung können bis zu 100% der Kosten als Pflegesachleistung abrechnen. Pflegesachleistungen können ab Pflegegrad 1 in Anspruch genommen werden.

Achten Sie also bei der Suche eines Pflege- bzw. Betreuungsdienstes auf die Pflegekassenzulassung. Alternativ können Sie uns auch über unsere kostenfreie Service-Hotline 0800 122 273 0 kontaktieren und wir gehen für Sie auf die Suche nach einem Anbieter mit freien Kapazitäten. Dieser Service wird durch Beiträge von Pflegedienstleistern finanziert und ist deshalb für Sie komplett kostenfrei.

junges Paar mit Kind-und-zwei Senioren


24 Stunden Pflege:

Auch die häusliche 24-Stunden Pflege zählt zur ambulanten Pflege. In diesem Wohnkonzept zieht eine Pflegekraft dauerhaft in die Wohnung oder das Haus der pflegebedürftigen Person ein, um diese rund um die Uhr zu versorgen. Der große Vorteil: Die auf Pflege angewiesene Person bleibt in ihrem gewohnten Umfeld und Angehörige können beruhigt schlafen. Beliebt sind Pflegekräfte aus Osteuropa wie beispielsweise Polen. Auch hier können Sie gerne auf unsere kostenfreie Service-Hotline 0800 122 273 0 zugreifen und wir gehen für Sie auf die Suche nach einem Anbieter mit freien Kapazitäten.


Die ambulante Pflege bildet das Gegenstück zur stationären Pflege. Bei der vollstationären Pflege leben die Pflegebedürftigen nicht zu Hause, sondern in einer Einrichtung wie z.B. einem Altersheim oder einer Seniorenresidenz. Bei der teilstationären Pflege wiederum werden die Senioren lediglich für kurze Zeit – etwa für Tagespflege oder Verhinderungspflege, aber auch für tagesstrukturierende Maßnahmen – in stationäre Einrichtungen gebracht. Die restliche Zeit wird ambulant gepflegt.

Autor: Prof. Dr. Martin Przewloka

Zuletzt bearbeitet am 2/8/2021 von: Jan Götz (Redakteur)

Inhaltsverzeichnis
  • Zielgruppen und Varianten
  • Angebote finden
  • Kosten und Leistungen
  • Besonderheiten
  • Dokumente
  • FAQ
Zielgruppen und Varianten

Was sind die Zielgruppen von häuslicher Pflege, mobilen Pflegediensten und ambulanter Pflege?

Ambulante Pflege ist die häufigste Pflegeform in Deutschland. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass rund 70% aller pflegebedürftigen Personen ambulant gepflegt werden. Stationär gepflegt werden demnach in Deutschland nur etwa 30% der pflegebedürftigen Personen.


Eine Zielgruppe für ambulante Pflege zu nennen ist schwierig, denn prinzipiell können alle pflegebedürftigen Menschen ambulant gepflegt werden. Sogar bei Demenz oder anderen Krankheiten und Behinderungen ist oft eine ambulante Pflege möglich. Natürlich steigt auch der Mehraufwand für Angehörige bei steigender Pflegebedürftigkeit. Wie viel Zeit die private ambulante Pflege letzten Endes in Anspruch nimmt, wird von vielen Faktoren beeinflusst und variiert von Fall zu Fall.


Krankenschwester mit blauer Kleidung

Oft ist es nicht leicht, eine klare Trennung zwischen einfacher Hilfe im Alltag (Rasenmähen, Schneeschippen und Wäsche aufhängen) und ambulanter Pflege (Hilfe beim Essen, An- und Ausziehen, Waschhilfe) zu definieren. Oft helfen die Angehörigen zu Beginn gerne und sehen den Mehraufwand nicht als Pflege. Nach einigen Jahren und mit steigender Pflegebedürftigkeit kann eine private ambulante Pflege jedoch zu einer tagesfüllenden und anstrengenden Aufgabe werden.


Um Angehörige zu entlasten, sollten deshalb auch Pflegedienstleister hinzugebucht werden. Diese werden in der Regel von der Pflegekasse als Pflegesachleistungen übernommen. So entstehen nicht selten Kombinationsvarianten aus privater ambulanter Pflege und Pflegedienstleistern. Zudem besteht die Möglichkeit einer 24-Stunden Pflege. Bei dieser Variante zieht eine Pflegekraft in der Wohnung der zu pflegenden Person ein, um diese Tag und Nacht zu versorgen. Diese Dienstleistung wird jedoch nicht von der Pflegekasse als Pflegesachleistung unterstützt und muss vom Pflegegeld plus einer privaten Zuzahlung finanziert werden. Gängige Angebote beginnen bei ca. 50€ am Tag und können mit höherer Ausbildung und besseren Sprachkenntnissen der Pflegekraft deutlich steigen.

Eine Alternative zur ambulanten Pflege zu Hause ist der Wechsel in eine teilstationäre oder vollstationäre Einrichtung. Zu diesen zählen unter anderen Altersheime, Senioren-WGs, Mehrgenerationenhäuser und Seniorenresidenzen/Seniorenstifte. Einrichtungen des betreuten Wohnens und des Service-Wohnens zählen nicht unbedingt zum stationären oder teilstationären Wohnen, da es sich grundsätzlich erst einmal nur um einen Wohnumgebungswechsel handelt. Betreuungsangebote variieren in diesem Bereich sehr stark und sind nicht immer ausreichend gegeben.

Angebote finden

Wie kann ich ambulante Pflegedienste für häusliche Pflege in der Nähe finden?

Eine grüne Lupe mit grünem Kreuz

Der Markt für ambulante Pflege ist groß, wenn nicht sogar überlaufen. Für die Nachfragerseite ist das gut, denn dank der hohen Konkurrenz ist Pflege in Deutschland verhältnismäßig günstig. Ob das Angebot seriös ist oder nicht, lässt sich jedoch nur selten durch einen Besuch auf der jeweiligen Anbieter-Homepage klären.


1ACare bietet Ihnen eine schnelle, sichere und zuverlässige Vermittlung zu einem passenden Anbieter. Nutzen Sie unsere Suchfunktion für Dienstleisterund finden somit den richtigen Pflegeanbieter für Ihre individuelle Situation.

Kosten und Leistungen

Ambulanter Pflegedienst - Wie sehen Kosten und Leistungen von häuslicher Pflege aus?

Die Kosten einer privaten ambulanten Pflege sind in der Regel geringer als bei einer stationären Einrichtung. Der Aufwand für Angehörige ist jedoch deutlich höher. Zusätzlich werden nicht alle Pflegedienstleistungen von der Pflegekasse übernommen und es kommt nicht selten zu privaten Zuzahlungen. Dennoch ist die private ambulante Pflege eine gute Möglichkeit für Angehörige, die selbst schon in Rente sind, nicht arbeiten oder aus anderen Gründen viel Zeit für private ambulante Pflege aufbringen können.


Die Pflegekasse zahlt ein Pflegegeld. Dieses liegt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums, je nach Pflegegrad zwischen 316€ und 901€ pro Monat (Quelle). Das volle Pflegegeld wird allerdings nur dann ausgezahlt, wenn keine zusätzlichen Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden.

Geld in einem Umschlag


Pflegegeld pro Monat:

  • Pflegegrad 1: -
  • Pflegegrad 2: 316€ pro Monat
  • Pflegegrad 3: 545€ pro Monat
  • Pflegegrad 4: 728€ pro Monat
  • Pflegegrad 5: 901€ pro Monat

Werden Pflegesachleistungen in Anspruch genommen, werden diese in der Regel von der Pflegekasse bezahlt. Die dafür monatlich zur Verfügung stehenden Mittel berechnen sich ebenfalls nach dem jeweiligen Pflegegrad.


Pflegesachleistungen pro Monat:

  • Pflegegrad 1: 125€ pro Monat
  • Pflegegrad 2: 689€ pro Monat
  • Pflegegrad 3: 1298€ pro Monat
  • Pflegegrad 4: 1612€ pro Monat           
  • Pflegegrad 5: 1995€ pro Monat

Werden sowohl Pflegegeld als auch Pflegesachleistungen in Anspruch genommen (sogenannte Kombinationsleistungen), verringert sich der Betrag des ausgezahlten Pflegegeldes. Hier gilt folgende Rechnung. Der Anspruch auf Pflegegeld verringert sich um den Prozentsatz der genutzten Pflegesachleistungen.

Tasche mit einem Kreuz drauf

Ein Beispiel für Kombinationsleistungen:


Eine Person mit Pflegegrad 3 erhält 545€ Pflegegeld oder 1298€ Pflegesachleistungen.

Nutzt er nur einen Teil (z.B. 60%, also 778,80€) der Pflegesachleistungen, dann verringert sich das ihm zustehende Pflegegeld um diese 60%. Es werden also nur noch 40% des Pflegegeldes (218€) an die Person ausgezahlt.


Zu den Leistungen ambulanter Pflegedienste zählen unter anderem:


  • Grundpflege: Hierbei handelt es sich um keinen definierten Begriff, jedoch sind mit Grundpflege in der Regel Körperpflege, Ernährungund Mobilitätshilfe gemeint.
  • Medizinische Behandlungspflege (nach Sozialgesetzbuch 5): Diese umfasst beispielsweise die Vergabe von Medikamenten und die Behandlung von Krankheiten im Allgemeinen (z.B. Verbandswechsel).
  • Grundlegende Alltagsversorgung: Hierzu zählen insbesondere die Wohnungsreinigung, der Einkauf sowie die Zubereitung von Mahlzeiten.
  • Alltagsstrukturierende Maßnahmen: Diese beziehen sich größtenteils auf die Beschäftigung der auf Pflege angewiesenen Person. Dazu zählen etwa die Begleitung zu Konzerten, Museen oder Sportveranstaltungen sowie Spaziergänge oder Besuche von Freunden und Familie.
  • Beratungsgespräche: Sowohl für Angehörige als auch für die pflegebedürftige Person
  • Besuche zur Qualitätssicherung gemäß § 37.3 Sozialgesetzbuch 11.
Hilfsmittelbox Angebot von 1ACare
Besonderheiten

Ambulante Altenpflege und häusliche Krankenpflege- Welche Besonderheiten gibt es?

Ambulante Hilfe findet im häuslichen Rahmen statt, jedoch gibt es viele unterschiedliche Varianten und Mischformen. Bei der privaten Pflege und der Pflege durch Dienstleister, finden sich kaum Besonderheiten. Hier kann angemerkt werden, dass es drei unterschiedliche Trägerformen für ambulante Dienstleister gibt: privat, staatlich und freigemeinnützig. Über die Qualität und die Kosten der Dienstleister sagt die zugehörige Trägerschaft allerdings nichts aus.


Zusätzlich sollte Angehörigen bewusst sein, dass eine private, ambulante Pflege zwar in der Regel günstiger ist als eine stationäre Pflege – der eigene Aufwand für die Pflege jedoch enorm sein kann.

Dokumente

Ambulante Pflege - Dokumente

Vor-und-Nachteile: Ambulante Pflege.pdf

Vor-und-Nachteile: Ambulante Pflegedienste.pdf

Vor-und-Nachteile: 24 Stunden Pflege.pdf

FAQ

Häufige Fragen zur ambulanten Altenpflege und häuslicher Pflege

Wo liegt der Unterschied zwischen ambulanter Pflege und stationärer Pflege?

Ambulante Pflege ist häusliche Pflege, wohingegen stationäre Pflege die Pflege in einer Einrichtung beschreibt. Zur Ambulanten Pflege zählt das private Pflegen zu Hause durch Angehörige, hinzugebuchte Pflegedienstleister sowie die 24-Stunden Pflege, bei der eine Pflegekraft direkt in die Wohnung des Betroffenen einzieht. Ambulante Pflege ist die häufigste Pflegeform in Deutschland (rund 70%), wohingegen nur etwa ein Drittel der pflegebedürftigen Personen stationär gepflegt werden.

Ist ambulante Pflege kostengünstiger als stationäre Pflege?

Ja, wenn privat von Angehörigen gepflegt wird, ist ambulante Pflege in der Regel günstiger als stationäre Pflege. Für die ambulante Pflege zahlt die Pflegekasse ein Pflegegeld an die Angehörigen und Pflegesachleistungen für die zu pflegende Person. Wird hingegen eine ambulante 24-Stunden Pflege angestrebt, kann diese durchaus teurer sein als eine stationäre Pflege. Bei der stationären Pflege (z.B. in einem Altersheim) sollte mit einer durchschnittlichen privaten Zuzahlung von 1.500€ pro Monat gerechnet werden. Stationäre Pflege und ambulante 24-Stunden Pflege haben den großen Vorteil, dass die Angehörigen entlastet werden. Das Ersparnis bei der privaten ambulanten Pflege muss demnach mit der anfallenden Zeit für die Pflege verrechnet werden. Private ambulante Pflege ist demnach nur ratsam, wenn Angehörige viel Zeit zur Verfügung haben.

Wie finde ich den passenden Dienstleister für ambulante Pflege?

Am einfachsten finden Sie einen passenden Pflegedienstleister für ambulante Pflege bei 1ACare. Unser Vermittlungsportal für Dienstleister zeigt Ihnen schnell und seriös alle relevanten Pflegedienstleister in Ihrer Nähe auf.

Wie funktioniert 24-Stunden Pflege?

Bei der 24-Stunden Pflege zieht eine Pflegekraft in die Wohnung oder das Haus der pflegebedürftigen Person ein. Diese kümmert sich rund um die Uhr um die Bedürfnisse der betroffenen Person und steht ihr im Alltag als Hilfe zur Verfügung.

Welche Kosten entstehen bei ambulanter Pflege?

Kosten entstehen bei der ambulanten Pflege nur dann, wenn Pflegedienstleister gebucht werden, die nicht durch die Pflegesachleistungen der Pflegekasse gedeckt sind. Dazu kommt es, wenn das Budget für die Pflegesachleistungen überschritten wird und wenn Dienstleister gebucht werden, die nicht von der Pflegekasse anerkannt sind (z.B. nicht-registrierte 24-Stunden Pflege).

Welche Zuschüsse zahlt die Pflegekasse?

Wenn privat von Angehörigen gepflegt wird, zahlt die Kasse abhängig vom Pflegegrad ein Pflegegeld. Werden Dienstleister in Anspruch genommen (z.B. Grundpflege), wird dies ebenfalls von der Pflegekasse (als Pflegesachleistung) übernommen. Wird sowohl privat gepflegt als auch Dienstleistungen in Anspruch genommen, kommt es zu einer Verrechnung von Pflegegeld und Pflegesachleistung (Kombinationsleistung).

Ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 3 erhält 545€ Pflegegeld oder 1298€ Pflegesachleistungen. Nutzt er nur einen Teil (z.B. 60%, also 778,80€) des Budgets von den Pflegesachleistungen, dann verringert sich das ausgezahlte Pflegegeld um die schon ausgezahlten 60% der Pflegesachleistungen. Es werden demnach nur  40% des Pflegegeldes ausgezahlt (also 218€).

Habe ich Anspruch auf Pflegegeld oder Pflegesachleistungen?

Ja, jede pflegebedürftige Person mit einem Pflegegrad von 1 oder höher erhält auch Pflegegeld, beziehungsweise Pflegesachleistungen.

Pflegegeld pro Monat:

o  Pflegegrad 1:    -

o  Pflegegrad 2:    316€ pro Monat

o  Pflegegrad 3:    545€ pro Monat

o  Pflegegrad 4:    728€ pro Monat             

o  Pflegegrad 5:    901€ pro Monat

Pflegesachleistungen pro Monat:

o  Pflegegrad 1:    125€ pro Monat

o  Pflegegrad 2:    689€ pro Monat

o  Pflegegrad 3:    1298€ pro Monat

o  Pflegegrad 4:    1612€ pro Monat           

o  Pflegegrad 5:    1995€ pro Monat

Für wen ist ambulante Pflege geeignet?

Grundsätzlich kann jede pflegebedürftige Person ambulant gepflegt werden. Der Zeit- und Geldaufwand vergrößert sich jedoch mit steigender Pflegebedürftigkeit. Ambulante Pflege ist demnach nur dann ratsam, wenn die zu pflegende Person Teilbereiche ihres Alltags noch selbst bewältigen kann. Sonst muss rund um die Uhr gepflegt werden, was Angehörige unter Umständen überfordert und oftmals sehr belastet.

Was zählt zu den Leistungen ambulanter Pflege?

Prinzipiell können alle gängigen Dienstleistungen der ambulanten Pflege in Anspruch genommen werden. Zu diesen zählen:

o  Grundpflege: Hierbei handelt es sich um keinen definierten Begriff, jedoch sind mit Grundpflege in der Regel Körperpflege, Ernährung und Mobilitätshilfe gemeint.

o  Medizinische Behandlungspflege umfasst unter anderem die Vergabe von Medikamenten und die Behandlung von Krankheiten.

o  Grundlegende Alltagsversorgung: Unter diesem Begriff werden Dinge wie Wohnungsreinigung, einkaufen sowie die Zubereitung von Mahlzeiten zusammengefasst.

o  Alltagsstrukturierende Maßnahmen: beziehen sich auf die Beschäftigung der auf pflegebedürftigen Person. Dazu zählen etwa die Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen oder Spaziergänge und Besuche von Freunden und Familie.

o  Beratungsgespräche: Sowohl für Angehörige als auch für die pflegebedürftige Person

o  Besuche zur Qualitätssicherung gemäß § 37.3 Sozialgesetzbuch 11.


Prof. Dr. Martin Przewloka PortraitProf. Dr. Martin Przewloka
Über den Autor:

Prof. Dr. Martin Przewloka hat im eigenen familiären Umfeld umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Pflege gesammelt und teilt sein Wissen über verschiedene Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen. Durch seinen Universitätsabschluss in Medizinischer Physik (Universität Kaiserslautern) versteht er zudem die gesundheitlichen Hintergründe der unterschiedlichen Erkrankungen und kann sich in die Lage der Pflegebedürftigen hineinversetzen.