Pflegematratzen
Matratze aus Schaumstoff

Pflegematratzen und luftgefüllte Matratzen als Hilfsmittel für ambulante Pflege

Wer den Großteil des Tages im Bett verbringen muss - sei es aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder altersbedingt - für den eignen sich spezielle Pflegematratzen. Es gibt für fast jede Situation ein passendes Modell - egal, ob Anti DekubitusInkontinenzDemenz oder Übergewicht. Funktionsmatratzen sind zudem leichter und pflegeleichter, sodass die Handhabung für Angehörige vereinfacht wird (z.B. beim Reinigen).


Neben einem guten Pflegebett wird also auch eine passende Pflegematratze benötigt, da sich diese gegenseitig ergänzen. Neben Faktoren wie Komfort, Art der Matratze (Luft, Schaumstoff), Härtegrad und Maße, sollte also auch unbedingt der Anwendungsgrund beachtet werden. So benötigen etwa besonders übergewichtige Personen eine härter und dickere Matratze, wohingegen bei Inkontinenz eine wasserabweisende Matratze gewählt werden sollte. Auch muss geklärt werden, ob die Matratze ein spezielles Pflegebett benötigt oder einfach in ein normales Bett integriert werden kann.


Achtung: Viele Pflegematratzen sind nicht so dick wie herkömmliche Matratzen. Beachten Sie dies unbedingt, wenn Sie Ihre alte Matratze mit einer Spezialmatratze austauschen, da somit das Bett insgesamt tiefer ausfallen kann.

Autor: Prof. Dr. Martin Przewloka

Zuletzt bearbeitet am 3/2/2021 von: Jan Götz (Redakteur)

Inhaltsverzeichnis
  • Pflegematratze kaufen
  • Zielgruppen und Varianten
  • Anschaffung und Kosten
  • Besonderheiten und Zubehör
  • FAQ
Pflegebett Sortiment

Pflegebett Dali

Burmeier
ab 799,00 €
AbholungVersandZuhause-Service

Inovia

Burmeier
ab 1.899,00 €
AbholungVersandZuhause-Service
Pflegematratze kaufen

Wo kann ich eine Pflegematratze oder luftgefüllte Matratze kaufen?

1. Pflegematratze finden

Einfach „Pflegematratze“ in die Suchleiste eingeben oder kostenlose Hotline anrufen: 0800 / 12 227 30 


2. Anbieter wählen

Pflegematratze gefunden? Jetzt nur noch den Anbieter wählen und beraten lassen oder direkt bestellen.

3. Pflegematratze nutzen

Mit dem Anbieter Einzelheiten absprechen. Pflegematratze nutzen– fertig! 

Zielgruppen und Varianten

Pflegematratzen oder luftgefüllte Matratzen bei Inkontinenz oder Dekubitus

Eine blaue Pflegematratze, dessen Bezug aufgeklappt ist, vor einem weißen Hintergrund.

Pflegematratzen sind in der Regel nur dann nötig, wenn die pflegebedürftige Person lange Zeit ans Bett gebunden ist. Das kann nach Unfällen, bei Behinderungen oder im hohen Alter der Fall sein. Auch ist es möglich, dass aufgrund einer Krankheit eine Pflegematratze benötigt wird. So gibt es spezielle Matratzen für DemenzInkontinenz, Dekubitus oder Übergewicht. Zielgruppe sind somit alle Menschen, die täglich viel Zeit im Bett verbringen müssen. Grundsätzlich unterscheiden sich Pflegematratzen durch ihre allgemeinen Eigenschaften und in ihre speziellen Anwendungsgebiete.

Allgemeine Eigenschaften:

  • Maße (von 80cm x 200cm bis 200cm x 200cm)
  • Art der Matratze (Federkern, Schaumstoff, Gelschaum, luftgefüllte Matratze etc.)
  • Härtegrad (meist: 1 bis 5)

Spezielle Anwendungseigenschaften:

  • Für Demenz (mit Sensor für Bettflucht)
  • Bei Inkontinenz (spezieller wasserundurchlässiger Bezug)
  • Anti Dekubitus (entlastet bei langem Liegen)
  • Übergewicht (besonders dicke Matratzen)
  • Arthrose (entlastend für Bandscheiben und Gelenke)
Anschaffung und Kosten

Pflegematratzen und luftgefüllte Matratzen kaufen und was es zu beachten gibt

Eine blaue Pflegematratzenauflage vor einem weißen Hintergrund.

Je nach Anwendungsbereich bewegt sich der Preis von Pflegematratzen zwischen 50€ und 500€. Insbesondere Anti Dekubitus Matratzen sind etwas teurer als herkömmliche Pflegematratzen. Auch Matratzen für Menschen mit Übergewicht sind in der Anschaffung etwas kostspieliger, da diese in der Regel dicker sein müssen. Normalerweise bekommen Personen, die ein Pflegebett beantragen und genehmigt bekommen auch eine Pflegematratze. Jedoch handelt es sich dabei meist um ein Standard-Modell.


Bei der Anschaffung einer Pflegematratze sollte unbedingt vorher abgeklärt werden, ob das vorhandene (Pflege-)Bett und der Lattenrost mit der Matratze kompatibel sind.


Tipp: Die Bretter des Lattenrosts sollten nicht zu weit voneinander entfernt sein, da dünnere Pflegematratzen sonst einsinken können und ggf. nicht genug Komfort bieten. 1ACare bietet Ihnen eine große Auswahl an Pflegematratzen - mit und ohne Rezept! Kontaktieren Sie uns auch gerne über unsere kostenlose Service-Hotline unter 0800 123 04 01  – wir finden für Sie ein passendes Sanitätshaus in Ihrer Nähe, welches Sie mit einer für Sie idealen Pflegematratze versorgen kann.

Besonderheiten und Zubehör

Luftgefüllte Matratzen und Pflegematratzen gegen Wundliegen

Luftgefüllte Pflegematratzen werden zur Vermeidung und Behandlung von Druckgeschwüren eingesetzt und sind somit eine Art von Anti Dekubitus Matratzen. Diese erzeugen entweder automatisch oder manuell geregelt Wechseldruck, sodass auch nach langem Liegen kein „Wundliegen“ (Dekubitus) entsteht. Da es sich bei Dekubitus um ein ernstzunehmendes Problem handelt, sollte vor dem Kauf einer Pflegematratze geklärt werden, ob eine Anti Dekubitus Matratze sinnvoll ist.

Hilfsmittelbox Angebot von 1ACare
FAQ

Häufige Fragen zum Thema Pflegematratzen und luftgefüllte Matratzen

Für wen sind Pflegematratzen geeignet?

Personen die krankheits- oder altersbedingt ambulant gepflegt werden, sollten eine professionelle Pflegematratze nutzen. Die Art der Matratze sollte an das Krankheitsbild angepasst sein. So benötigen etwa Menschen mit Inkontinenz wasserdichte Matratzen und Personen mit Übergewicht besonders belastbare Modelle. Für Pflegebedürftige, die einen großen Teil ihrer Zeit im Bett verbringen bieten sich sogenannte Anti Dekubitus Matratzen an. Diese entlasten den Körper beim Liegen und schützen vor „Wundliegen“ (Dekubitus).

Wie unterscheiden sich Pflegematratzen?

Grundsätzlich unterscheiden sich Pflegematratzen durch ihre allgemeinen Eigenschaften und in ihre speziellen Anwendungsgebiete.

Allgemeine Eigenschaften:

o  Maße (von 80cm x 200cm bis 200cm x 200cm)

o  Art der Matratze (Federkern, Schaumstoff, Gelschaum etc.)

o  Härtegrad (meist: 1 bis 5)

Spezielle Anwendungseigenschaften:

o  Für Demenz (mit Sensor für Bettflucht)

o  Bei Inkontinenz (spezieller wasserundurchlässiger Bezug)

o  Anti Dekubitus (entlastet bei langem Liegen)

o  Übergewicht (besonders dicke Matratzen)

o  Arthrose (entlastend für Bandscheiben und Gelenke)

 

 

Sind alle Pflegematratzen gleich dick?

Nein, in der Regel sind Pflegematratzen dünner als herkömmliche Matratzen. Spezielle Pflegematratzen für übergewichtige Personen können hingegen dicker sein, als herkömmliche Matratzen. Je nach Anwendungsgebiet sind Pflegematratzen also unterschiedlich dick.

Bezahlt die Krankenkasse Pflegematratzen?

Wer ein Pflegebett bei der Krankenkasse beantragt und genehmigt bekommt, der erhält für gewöhnlich auch eine passende Pflegematratze. Normalerweise wird jedoch nur ein Standard-Modell per Rezept vergeben. Für besondere Anwendungsbereiche, wie etwa bei Inkontinenz, wird eine spezielle Matratze benötigt. Ob diese wiederum genehmigt wird ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Auf welche Besonderheiten sollte geachtet werden?

Das größte Augenmerk sollte darauf liegen, ob die Matratze einen bestimmten Zweck erfüllen soll oder nicht. So unterscheiden sich Matratzen für Übergewichtige deutlich von Matratzen speziell für Inkontinenz oder Arthritis.

Passt eine Pflegematratze auch in ein normales Bett?

Pflegematratzen sind in der Regel weniger dick als normale Matratzen. Somit kann es sein, dass die Matratze in den Bettrahmen einsinkt und eine unangenehme Kante am Rand des Betts hervortritt. Bevor Sie also eine Pflegematratze kaufen, sollten Sie sich die Maße genau ansehen und ggf. mit der Rahmenhöhe des Betts vergleichen.


Prof. Dr. Martin Przewloka PortraitProf. Dr. Martin Przewloka
Über den Autor:

Prof. Dr. Martin Przewloka hat im eigenen familiären Umfeld umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Pflege gesammelt und teilt sein Wissen über verschiedene Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen. Durch seinen Universitätsabschluss in Medizinischer Physik (Universität Kaiserslautern) versteht er zudem die gesundheitlichen Hintergründe der unterschiedlichen Erkrankungen und kann sich in die Lage der Pflegebedürftigen hineinversetzen.