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Stundenweise Seniorenbetreuung

Frau stützt Mann mit Gehstock, über ihnen befindet sich eine Uhr.

Vielen Seniorinnen und Senioren fällt es mit zunehmendem Alter immer schwerer, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Aufgaben in Haus und Garten sowie Behörden- und Arztgänge können dann zu einer Herausforderung werden. Oft übernehmen Angehörige anfallende Aufgaben, begleiten die Senioren zu Ärzten und leisten ihnen Gesellschaft. Nicht selten fühlen sich aber auch die Angehörigen durch die immer größer werdenden Anforderungen überlastet. Und was tut man, wenn es gar keine Angehörigen in der Nähe gibt?

Die stundenweise Seniorenbetreuung setzt genau dort an. Da ambulante Pflegedienste oft straffe Zeitpläne haben, bleibt den Pflegekräften für Gespräche oder etwa Arztbesuche wenig bis gar keine Zeit. Die stundenweise Seniorenbetreuung wird i.d.R. von so genannten Alltagsbegleitern bzw. Betreuungsassistenten durchgeführt. Es handelt sich dabei um ausgebildete Personen, die für ein paar Stunden in der Woche zu den pflegebedürftigen Personen nachhause kommen oder diese in Pflegeheimen oder anderen Einrichtungen besuchen.

Die Betreuungspersonen – Alltagsbegleiter, Betreuungsassistenten oder Seniorenbetreuer genannt - übernehmen keine pflegerischen Aufgaben, sondern sind, wie der Name schon sagt, für Betreuung und Begleitung im Alltag zuständig. Durch ihre rund vier-monatige Ausbildung sind sie gut auf ihre Aufgabe vorbereitet und wissen um Krankheitsbilder wie zum Beispiel Demenz. Sie haben gelernt, wie sie pflegebedürftige Menschen aktivieren und beschäftigen können. Die Pflegekasse übernimmt für solche Betreuungs- und Entlastungsleistungen anfallende Kosten in Höhe von 125 Euro monatlich, unabhängig davon, welchen Pflegegrad Ihr Angehöriger hat.


Stundenweise Seniorenbetreuung: Zielgruppen und Varianten

Zielgruppe der stundenweisen Seniorenbetreuung sind alle Seniorinnen und Senioren, die sich Unterstützung im Alltag und/oder Gesellschaft wünschen. Da es sich bei der stundenweisen Seniorenbetreuung nur um eine, wie der Name schon sagt, stundenweise Betreuung handelt, ist diese nicht für Personen geeignet, die rund um die Uhr versorgt werden müssen. Ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung z.B. aufgrund eines Aufenthaltes im Pflegeheim gegeben, kann die stundenweise Seniorenbetreuung trotzdem zusätzlich in Anspruch genommen werden. Bei einem vorhandenen Pflegegrad werden die Kosten der Betreuung teilweise von der Pflegekasse übernommen.

Eine stundenweise Seniorenbetreuung kann sowohl für die Person selbst als auch für deren Angehörige eine große Bereicherung sein. Da die Betreuungspersonen über keine Ausbildung im pflegerischen oder medizinischen Bereich verfügen, übernehmen sie keine pflegerischen Aufgaben. Unter ihre Tätigkeitsfelder fallen z.B.:

  • Haushaltstätigkeiten wie Putzen, Waschen, Kochen, Backen, Einkaufen, Gartenarbeit (gemeinsam mit den zu betreuenden Personen)
  • Fahr- und Begleitdienste: Etwa zu Ärzten, Behörden oder der Kirche
  • Unterhaltung: Gespräche, gemeinsames Spielen, Singen, Lesen, Basteln, Handarbeiten, Fotos ansehen
  • Spaziergänge, kurze Ausflüge, gemeinsame Erledigungen etc.

Alltagsbegleiter, Betreuungsassistenten oder Seniorenbetreuer sind keine geschützten Begriffe. Im Prinzip darf sich jeder so nennen. Je nachdem für welche Aufgaben man eine Betreuungskraft sucht, sollte diese jedoch gewisse Qualifikationen vorweisen können. Qualifiziert sind Personen mit einer Ausbildung nach Paragraf 45b, § 43b / 53c oder § 87b SGB XI. Personen mit einer Qualifikation nach Paragraf 45 b übernehmen eher einfache Tätigkeiten. Sie haben eine 30-stündige Ausbildung durchlaufen. Qualifizierte nach Paragraf 43 b / 53c SGB XI (ehemals 87b) dagegen haben eine ca. 160-stündige Ausbildung inkl. Praktikum absolviert und sind somit auf weitaus verantwortungsvollere Aufgaben vorbereitet.

Zusammenfassend bietet die stundenweise Seniorenbetreuung viele Vorteile:

  • Entlastung pflegender Angehöriger
  • Herauszögerung eines Umzugs in ein Pflegeheim
  • Im Vergleich zur stationären Betreuung oder 24-Stunden-Pflege sehr günstig
  • Individuelle 1:1 Betreuung
  • Unterhaltung und Unterstützung der Seniorinnen und Senioren
  • Geringeres Sicherheitsrisiko für Demenzkranke

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