Absauggeräte
Absaugpumpe in weiß und rot

Absauggeräte und Pumpen

Unter der Kategorie Absauggeräte und Pumpen werden Sekretabsauggeräte, Spülsysteme sowie Milchpumpen, Ernährungspumpen, Infusionspumpen, Hormonpumpen und Insulinpumpen zusammengefasst. Diese Geräte und Pumpen unterscheiden sich nach ihrer Funktion und werden somit bei verschiedenen Erkrankungen und Zielgruppen eingesetzt.


Während die Milchpumpe aufgrund einer geringen Saugleistung des Babys beim Stillen als ein Hilfsmittel eingesetzt wird, werden Ernährungs-, Infusions- und Insulinpumpen bei der Verabreichung von Nahrung oder Medikamenten verwendet.


Absauggeräte hingegen werden für die Entfernung von Sekreten benutzt. Die Absaugung der Sekrete ist z.B. bei Betroffenen, die aufgrund von Erkrankungen nicht abhusten können, erforderlich. So dienen Absauggeräte zur Vorbeugung von Infektionen im betroffenen Bereich und verhindern das Ersticken. Absauggeräte können zuhause oder bei Operationen im Krankenhaus zum Einsatz kommen. Obwohl im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln Absauggeräte verhältnismäßig selten zum Einsatz kommen, sind diese doch für Betroffene lebenswichtig.

Autor: Prof. Dr. Martin Przewloka

Zuletzt bearbeitet am 2/22/2021 von: Jan Götz (Redakteur)

Inhaltsverzeichnis
  • Anschaffung und Beratung
  • Zielgruppen und Varianten
  • Anschaffung und Kosten
  • Besonderheiten und Zubehör
  • FAQ
Anschaffung und Beratung

Wo kann ich Absauggeräte und Pumpen wie Insulin- oder Milchpumpen kaufen?

1. Pumpen und Absauggeräte finden

Einfach „Absauggeräte“ in die Suchleiste eingeben oder kostenlose Hotline anrufen: 0800 / 12 227 30 


2. Anbieter wählen

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3. Absauggerät nutzen

Mit dem Anbieter Einzelheiten absprechen. Absauggerät nutzen– fertig!

Zielgruppen und Varianten

Milchpumpen, Insulinpumpen und Absauggeräte

Absauggeräte dienen zur Sekretentfernung bei Personen, die nicht eigenständig dazu in der Lage sind. Die meistbetroffenen Zielgruppen sind Babys und Kinder aber auch ältere Menschen. Absauggeräte finden sich in drei unterschiedliche Varianten, die jedoch alle nach demselben Prinzip funktionieren: Sie verhindern das Ersticken aufgrund von Sekretansammlung und beugen Infektionen in den betroffenen Bereichen vor. Die drei Varianten umfassen elektrische Absauggeräte, batteriebetriebene Absauggeräte und manuelle Absaugpumpen.    


Die elektrischen Absauggeräte werden stationär genutzt, da sie an die Steckdose angeschlossen werden müssen. Sie sind relativ groß und schwer. Meist haben sie einen hohen Geräuschpegel. Aufgrund dieser Aspekte werden sie hauptsächlich in den eigenen vier Wänden oder in Krankenhäusern eingesetzt. Nachteil dieser Geräte ist, dass sie für Betroffene wenig hilfreich sind, wenn diese öfters unterwegs sind. Hinzuzufügen ist, dass die lauten Geräusche des Geräts auf Dauer zu physischen und psychischen Folgeschäden führen können. Andererseits sind elektrische Absauggeräte zuverlässiger und stabil.


Batteriebetriebene Absauggeräte sind leicht und klein. Sie werden, wie es aus dem Namen hervorgeht, batteriebetrieben und müssen nicht an eine Steckdose angeschlossen werden. Somit sind diese mobil und für Betroffene, die öfters unterwegs sind, bestens geeignet. Jedoch bringt dieses Gerät auch einige Nachteile mit sich. Auf Dauer sinkt die Fähigkeit des Akkus zur Wiederaufladung, wodurch extra Wartungs- und Betriebskosten entstehen. Zudem sind die Kosten dieser Geräte meist höher als die Kosten anderen Varianten.

Die letzte Variante der Absauggeräte sind manuelle Absaugpumpen. Sie sind relativ klein, leicht und günstig. Diese Pumpen werden in Notfallsituationen verwendet und werden manuell, also entweder mit der Hand oder durch ein Fußpedal betrieben. So eignen sie sich nicht für einen Dauereinsatz. Da sie aber nicht von Elektrizität oder Batterieladung abhängig sind, sind sie eine sehr zuverlässige Variante.


Auch Ernährungspumpen sind in diesen zwei Ausführungen zu finden. Es gibt sowohl netzbetriebene als auch mobile Ernährungspumpen, welche die Sondennahrung durch eine Ernährungssonde in den Magen-Darm-Trakt des Betroffenen befördern.


Insulinpumpen hingegen sind jedoch nur in mobiler Variante erhältlich, da sie den ganzen Tag lang am Körper des Betroffenen befestigt sind und ihn somit kontinuierlich mit Insulin versorgen. Die Zielgruppe dieser Pumpe sind meist Personen, die die tägliche Einnahme des Insulins nicht selbst einplanen und kontrollieren können.

Weitere Pumpen, die nur in mobiler Ausführung vorhanden sind, sind Milch-, Infusions-, Hormon- und Spritzenpumpen.

Anschaffung und Kosten

Absauggeräte, Milchpumpen, Insulinpumpen und weitere Pumpen kaufen und was es zu beachten gibt

Die Gebühren der Absauggeräte und Pumpen variieren je nach Gerät und Variante stark. Diese betragen bei Milchpumpen ca. 15€ und können bei Ernährungspumpen bis zu 1.600€ betragen. Erfreulicherweise finden sich Absauggeräte und Pumpen im Hilfsmittelverzeichnis und die Teilgebühren werden somit von den Krankenkassen übernommen. Anders ist es jedoch bei Einzelteilen wie beispielsweise Katheter, Absaugrohr oder Schläuchen der Absauggeräte und handbetriebenen Absaugpumpen. Da diese Produkte meist unter 20€ zu finden sind, ist ein Antrag zur Kostenerstattung nicht wirklich lukrativ, da der Zuzahlungsbetrag für ein Rezept 5€ bis 10€ beträgt.

Besonderheiten und Zubehör

Geräte zum Sekret absaugen

Die Sekretabsaugung ist ein lebenswichtiger Prozess, da diese die Erstickung verhindert. Ein Ausfallen der Elektrizität bei der Nutzung von elektrischen Absauggeräten oder eine Entladung der Batterien beim batteriebetriebenen Absauggerät kann somit lebensbedrohlich sein. Deswegen ist es von besonderer Wichtigkeit, immer über ein separates Absauggerät zu verfügen. Hierfür können manuelle Absaugpumpen besonders hilfreich sein, da sie weder Akku noch Stromanschluss benötigen. Zudem sind diese im Vergleich günstiger.

Aber auch Hygiene ist ein wichtiger Aspekt. So müssen alle Teile wie z.B. Katheter, Absaugrohr und Schlauch der Absauggeräte sowie Pumpen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, damit Infektionen vorgebeugt werden können.

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FAQ

Häufige Fragen zum Thema Absauggeräte,

Milchpumpen, Insulinpumpen und weitere Pumpen

Für wen eignen sich Absauggeräte?

Für Personen, die nicht in der Lage sind Sekret abzuhusten.

Welche Typen von Absauggeräten gibt es?

Es gibt drei verschiedene Typen von Absauggeräten: elektrische (stationäre) Absauggeräte, batteriebetriebene (mobile) Absauggeräte und manuelle Absaugpumpen.

Bezahlt die Krankenkasse Absauggeräte?

Ja, Betroffene haben die Möglichkeit, einen Antrag an die Krankenkasse zu stellen.

Bezahlt die Krankenkasse Zubehör von Absauggeräten?

Da Einzelteile wie z.B. Absaugrohr, Schlauch und Katheter für 5€ bis 20€ erhältlich sind, lohnt sich ein Antrag auf Kostenerstattung nicht.

Wann kommen manuelle Absaugpumpen zum Einsatz?

Manuelle Absaugpumpen eignen sich für die Nutzung bei einem Notfall, also wenn es zu Stromausfällen oder zu einem Defekt der Geräte kommt. Diese Pumpen eignen sich jedoch nicht für den Dauereinsatz.


Prof. Dr. Martin Przewloka PortraitProf. Dr. Martin Przewloka
Über den Autor:

Prof. Dr. Martin Przewloka hat im eigenen familiären Umfeld umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Pflege gesammelt und teilt sein Wissen über verschiedene Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen. Durch seinen Universitätsabschluss in Medizinischer Physik (Universität Kaiserslautern) versteht er zudem die gesundheitlichen Hintergründe der unterschiedlichen Erkrankungen und kann sich in die Lage der Pflegebedürftigen hineinversetzen.