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Stomahilfen
Mann mit Gurt um den Bauch und Beutel daran

Künstlicher Darmausgang und Stomaversorgung

Der Begriff Stoma bezeichnet eine durch eine Operation geschaffene Körperöffnung, die der Ausleitung des Stuhls oder Urins aus dem Körper dient. Hierzu wird ein kleines Stück des Darms oder der Harnleiter auf die Hautoberfläche ausgeleitet. So entfällt die eigene Fähigkeit zur Kontingenz, da die Betroffenen ihren Stuhl und/oder Urin nicht mehr selbst steuern und kontrollieren können. Aufgrund dieser Aspekte sind Stomahilfen für Betroffene ein sehr wichtiger Lebensbegleiter.


Den Betroffenen stehen eine große Auswahl an speziellen Versorgungssystemen bzw. Stomahilfen zur Verfügung. Zu den wichtigsten Stomahilfen gehören: Beutel, Filter, Hautschutzringe, Platten, Hautschutzrollen, Hautschutzpulver, Creme, Lotionen sowie Hilfen zur Haftung des Stomas wie z.B. Klebebänder und Ränder, Verschlüsse, Haftsprays und Gürtel. In Ergänzung zu den Stomahilfen kommen aber auch Inkontinenzhilfen zum Einsatz, da diese ebenfalls eine große Entlastung für Betroffene und Angehörige darstellen können.

Autor: Prof. Dr. Martin Przewloka

Zuletzt bearbeitet am 10.08.2021 von: Jan Götz (Redakteur)

Inhaltsverzeichnis
  • Anschaffung und Beratung
  • Zielgruppen und Varianten
  • Anschaffung und Kosten
  • Besonderheiten und Zubehör
  • FAQ
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Zielgruppen und Varianten

Erkrankungen im Darmbereich - Künstlicher Darmausgang und Stomaversorgung als Folge

Stomahilfen dienen zur Ausleitung des Stuhls oder Urins aus dem Körper bei Menschen, die aufgrund einer Erkrankung im Darmbereich nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind. Zu den häufigsten Gründen für die Benutzung einer Stomahilfe gehören: Darmkrebstumore, mehrstündige Darmoperationen sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen.


Stoma wird je nach dem Bereich der Ausleitung unterschieden. Zu diesen Varianten gehören Colostoma (Stoma des Dickdarms), Ileostoma (Stoma des Dünndarms) und Urostama (Stoma zur Harnableitung).

Anschaffung und Kosten

Hilfsmittel zur Stomaversorugung bei einem künstlichen Darmausgang

Aufgrund der weiten Produktspanne variieren die Preise der Stomahilfen stark. Während Beutel bis zu 100€ kosten können, sind Cremes bereits ab 2€ zu finden. Stomahilfen sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt. So besteht die Möglichkeit, eine Zuzahlung bei der Krankenkasse zu beantragen. Jedoch ist es weniger sinnvoll eine Zuzahlung für günstige Produkte wie z.B. Cremes zu beantragen, da der Zuzahlungsbetrag für ein Rezept 5€ bis 10€ beträgt und somit die eigentlichen Kosten des jeweiligen Produkts übersteigen kann.

Besonderheiten und Zubehör

Entzündungen bei Stomaversorgung?

Betroffene von Stoma sind aufgrund der operativen Öffnung im Körper anfälliger für Entzündungen. Daher ist Hygiene ein fester Bestandteil der Stomatherapie. Dementsprechend nutzen Betroffene bei der Behandlung von Stoma auch alltägliche Hygieneartikel und Inkontinenzmittel.

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FAQ

Häufige Fragen zum Thema Stoma, Stomaversorgung und künstlicher Darmausgang

Für wen sind Stomahilfen geeignet?

Stomahilflen eignen sich für Menschen mit Darmerkrankungen, die ohne Hilfe nicht mehr Urin oder Stuhl ableiten können. Dieser sogenannte künstliche Darmausgang ist für viele Betroffene überlebenswichtig.

Wie unterscheiden sich Stomahilfen?

Je nach Ort der Ausleitung wird in drei unterschiedliche Varianten unterschieden: Colostoma (Stoma des Dickdarms), Ileostoma (Stoma des Dünndarms) und Urostama (Stoma zur Harnableitung).

Bezahlt die Krankenkasse Stomahilfen?

Ja, Stomahilfen sind im Hilfsmittelkatalog aufgelistet und können somit – insofern ein Rezept vorliegt – von der Krankenkasse übernommen werden.

Welches Zubehör gibt es?

Zum Zubehör für Stomahilfen gehören Beutel, Cremes und Haftpflaster. Außerdem ist Hygiene ein wichtiges Thema bei Stoma, weshalb auch Hygienehilflsmittel zum alltäglichen Zubehör für Betroffene gehören.


Prof. Dr. Martin Przewloka PortraitProf. Dr. Martin Przewloka
Über den Autor:

Prof. Dr. Martin Przewloka hat im eigenen familiären Umfeld umfangreiche Erfahrungen mit dem Thema Pflege gesammelt und teilt sein Wissen über verschiedene Kanäle mit anderen pflegenden Angehörigen. Durch seinen Universitätsabschluss in Medizinischer Physik (Universität Kaiserslautern) versteht er zudem die gesundheitlichen Hintergründe der unterschiedlichen Erkrankungen und kann sich in die Lage der Pflegebedürftigen hineinversetzen.

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